1. Regierung des Gebietes Tscheljabinsk
  2. Gouverneur des Gebietes Tscheljabinsk
  3. Rechtliche Rahmenbedingungen
  4. Internet-Gouverneursamt
  5. Blog
  6. Twitter

Gouverneur des Gebietes Tscheljabinsk

Gouverneur
Sehr geehrte Internet-Benutzer!
Hier finden sie viel Information über Gebiet Tscheljabinsk, von seinen Ursprüngen... →

Geschichte der Entwicklung des Gebietes Tscheljabinsk

      Die Besiedlung des Territoriums vom Südlichen Ural von den Menschen beginnt in der Altsteinzeit. Die aufgefundenen archäologischen Denkmäler bestätigen diese Tatsache. Das älteste Denkmal ist die Niederlassung Bogdanowka am Fluß Ural (Kisilski Rayon) ist etwa 70 Tausend Jahre alt; die paläolithischen Schichten der Ignatiewskaja Höle (Kataew-Iwanowski Rayon), die für ihre eigenartige Wandmalerei bekannt ist, sind etwa 15 Tausend Jahre alt.
      Die ersten Bewohner dieses Territoriums waren aus Vorural gekommen. Während langer Zeit bis zur Bronzezeit entwickelten sich im Südlichen Ural die Ugrische Sprachen. In XVIII-XVII v.u.Z. kamen in die Steppen des Südlichen Urals die Stämme, die der Indo-Iranischen Sprachfamilie gehören. Zu den ältesten von diesen Stämmen gelassenen Denkmälern gehören befestigte Siedlungen. Die interessanteste von diesen Siedlungen ist die Festung Arkaim (befindet sich im Bredinski Rayon), die weltberühmt geworden ist.
Die Völkerwanderung hat den südlichen Ural auch betroffen. Statt der berühmten Völker der alten Welt - Skythen und Saken, die die süd-uralischen Steppen in VII-V v.u.Z. besiedelt hatten, in IV v. u. Z. kamen Sarmaten.  In III-II v.u.Z. aus Zentralasien kamen Stämme von so genannten Hunnu.  Sie mischten sich auf diesen Territorien mit den Sarmaten und anderen Völkern und bewegten sich weiter nach Westen, wo sie später als Hunnen bekannt wurden.
Seit VI - der Epoche der türkischen Khanaten - kamen auf das Land des südlichen Ural die ersten Träger der Turksprachen. Nach und nach wurden die Turkvölker die Hauptbewohner der Steppe. In VII-IXX wenn die ugrische Stämme und Turkvölker zusammen das Territorium besiedelten, bildete sich die Völkerschaft Protomadjaren, die im IX Jahrhundert nach Westen kamen und sich in Pannonien (heute Ungarn) niederließen. 
     Im XIII Jahrhundert gehört das Territorium des südlichen Ural dem Mongolischen Reich. Ein der interessantesten Denkmäler der späteren Zeit der Horde, das sich bis unserer Zeit erhalten hat, ist das Grabmal Kesene in der Nähe der Siedlung Warna.
Die ersten russische Siedlungen auf diesem Territorium, die dem heutigen Gebiet Tscheljabinsk gehören, entstanden am Ende des XVII Jahrhunderts - Belojarskaja Tetschenskaja Sloboda (Dorf Russkaja Tetscha) und Bagarjakskaja Sloboda (Dorf Bagarjak).

Gebiet Tscheljabinsk in XVIII-XIX.

     Administrative Gestaltung des Territoriums des Gebietes wurde in XVIII begonnen, als Fortsetzung der Politik des Peters des Ersten, die auf die Entwicklung der Produktivkräfte und Ausdehnung der Grenzen von Russland gerichtet wurde, und ihren Niederschlag in Orenburgischer Expedition gefunden hat.
      In 1734 hat die Orenburgische Expedition einige Festungen           zu Kriegs- und Handelszwecken gegründet: Werchne-Jaizkaja (1735), Tschebarkulskaja, Miasskaja und Tscheljabinskaja (1736). Am 13 August 1737 nach Vorstellung von W.N.Tatischtschew wurde Isetskaja Provinz (das nördliche Teil der gegenwärtigen Gebiete Tscheljabinsk und Kurgansk) gegründet. Seit 1743 ist Tscheljabinsk das Zentrum der Provinz. Am 15 März 1744 wurde Gouvernement Orenburg mit angehörenden Provinzen Isetsk und Ufa gegründet.
In zweiter Hälfte des XVIII Jahrhunderts entwickelte sich rapid Industrie, um den Werken entstanden neue Städte: Njasepetrowsk, Kasli, Slatous, Kataw-Iwanowsk, Kyschtym, Satka, Jurjusan, Ust-Katajew, Miass. Der Bauernaufstand 1773-1775 findet hier statt. Im Februar 1774 besetzten die Truppen von Jemeljan Pugatschjow Tscheljabinsk, aber hielten den Ansturm der zaristischen Armee nicht aus und zogen sich zu den Ural-Werken zurück.
      In der Mitter des XIX Jahrhunderts begann das orenburgische Kasaktum aktiv die Steppen des südlichen Ural zu erschließen. Die Ortschaften wurden zu Ehren der Siege der russischen Armee benannt: Warna, Ferschampenuas, Borodino, Paris u.s.w. Annähernd zu dieser Zeit ist Tscheljabinsk das Zentrum des Messehandels von Ural geworden. Hier handelte man mit Brot und Viehzuchtproduktion. Nach dem Transsibirische Eisenbahn gebaut worden war (1891-1916), ist Tscheljabinsk das größte Transportzentrum geworden, das Zentralrussland, Ural und Sibirien zum Ganzen verbunden hat.

Der südliche Ural zur Zeit des Bürgerkrieges

     In der 1-en Hälfte des XX Jahrhunderts haben viele Siedlungen          Stadtrechte erhalten, ihre architektonische Gestaltung hat sich herausgebildet. Gouvernement Tscheljabinsk wurde aus einem Teil des Gouvernements Orenburg und einem Teil des Gebietes Turgai laut dem Beschluss des Allrussischen Zentralen Exekutivkomitees vom 3. September 1919 über die Bildung der Rayonverwaltung Tscheljabinsk mit den Rechten eines Gouvernementorganes.  Ursprünglich bestand Gouvernement Tscheljabinsk aus Bezirken Kurgansk, Troizk, Kustanaisk und Tscheljabinsk. Laut dem oben genannten Beschluss wurde das Tscheljabinsk Revkom (Revolutionskomitee) in Tscheljabinsk gouvernemental Revkom und Tscheljabinsk in eine gouvernementale Stadt umgestaltet .
      Die Grenzen und Bestand des Gouvernements wurden mehrmals abgeändert: Bezirk Kustanaisk ist Bestandteil der Kirgisischen Autonomen Sowjetischen Republik geworden, Bezirk Werchneuralski ist Bestandteil des Gouvernements Tscheljabinsk geworden u.s.w.
Bürgerkrieg und Politik des Politik des Kriegskommunismus, die von der sowjetischen Regierung in 1919-1921 betrieben wurde, hat Hunger 1921-1922 und Verfall der Industrie hervorgerufen. Bevölkerungszahl des Gouvernements Tscheljabinsk hat sich 1920-1923 um ein drittel verringert. 
Im November 1923 ist Gouvernement Tscheljabinsk ein Bestandteil des neugebildeten Uralskaja Gebietes geworden. In der Periode der ersten Planjahrfünften (die dreizigsten Jahre) wurden in Gebiet Tscheljabinsk "Flagschiffe der Industrialisierung" gebaut: Das Magnitogorski metallurgische Kombinat (1929-1934), das Tscheljabinski Traktorenwerk (ein der ersten in der UdSSR, 1933).
Im Januar 1934 wurde Uralskaja Gebiet unterteilt, als Folge entstand Gebiet Tscheljabinsk. Später wurde die Fläche des Gebietes mehrmals verringert. Von 1938 bis 1943 wurden 7 Bezirke des Gebietes Tscheljabinsk dem Gebiet Swerdlowsk und 32 Bezirke dem Gebiet Kurgansk übergeben. Seit dem 6. Februar1943 haben sich die Grenzen des Gebietes nicht geändert.

Gebiet Tscheljabinsk vor dem Großen Vaterländischen Krieg

      Die dritte Planjahrfünfte charakterisiert sich als Periode der rapiden Entwicklung der Großindustrie und der ganzen Volkswirtschaft des Gebietes Tscheljabinsk. Die Vollendung des ersten Bauabschnitts des Magnirogorski Kombinats, die Rekonstruktion des Slatoustowski metallurgischen Werkes, der Wiederaufbau der Holzkohle-Hochofen des südlichen Ural und der Aufbau der Nowo-Slatousowski und Bakalski metallurgischen Werken wurden geplant.
     Nichteisenmetallurgie musste stark entwickelt werden. Ausdehnung und technische Umrüstung des Kupfererzbergbaus wurden geplant. Die Kapazitäten von Tscheljabinski Zinkwerk, Ufaleski Nickelwerk, Karabaschski Kupferschmelzenwerk, Kyschtymski Elektrolytwerk wurden gesteigert. Das Schwergewicht wurde auf Einsetzen der neuen Technik in der Nichteisenmetallurgie, Mechanisierung der arbeitsintensiven Prozesse, Automatisierung und Intensivierung der Produktionsprozesse, Einrichtung der komplexen Metallgewinnung aus dem Erz und Einrichtung der Produktion des Hochleistungestahls gelegt. Am Anfang der dritten Planjahrfünfte produzierten die Maschinenbaubetriebe des Gebiets Traktoren, Kultivatoren, Elektromotoren, verschiedene Maschinen und andere komplizierte Technik.
Der führende Maschinenbaubetrieb des Gebiets – Tscheljabinski Traktorenwerk, als erstes Werk des Landes, setzte hochpräzise Technik ein, was Produktion von Dieseltraktoren ermöglichte, die mit dem billigeren Kraftstoff betrieben werden können. Tscheljabinski Traktorenwerk war der Vorreiter in der Entwicklung und dem Aufbau von Holzgasschleppern. Im Plan stand die Rekonstruktion und Ausbau folgender Werke: Tscheljabinski Werk  namens Koljuschtschenko, Miasski Sägewerk, Minjarski Eisenwarenwerk; Aufbau des Ordzhonikidse Werkes und  vieler anderen musste vollendet werden.
      Kohle- und Chemieindustrie wurden im Gebiet weiterentwickelt. Tscheljabinski Zinkwerk vergrößerte die Zinkproduktion stark. Slatoustowski metallurgisches Werk setzte die Technologie der Produktion von Chrom-Silizium-Stahl und Wälzlagerstahl ein, Uralski Aluminiumwerk stieß das erste Produktionslos aus.

Einwohner des südlichen Ural an der Front und im Hinterland

      Während des Großen Vaterländischen Krieges ist Gebiet Tscheljabinsk "Schmiede des Siegs" geworden, indem es die Armee mit Metall, Munition und Kampffahrzeugen versorgte. Schon in zwei Stunden nach der Kriegserklärung wurde am Magnitogorski metallurgischen Kombinat Beschluss gefasst, einige Ofen auf Herstellung vom Spezialmetall umzusetzen. Zehntausende von sowjetischen Panzern, die an Kampfhandlungen gegen feindliche Armee teilnahmen, wurden mit Panzerung Magnitogorsker Herkunft verteidigt. Jedes dritte auf den Feind abgefeuerte Geschoss wurde aus dem Magnitogorsker Stahl gefertigt.
      Mehr als 1 Million der Einwohner des Gebietes Tscheljabinsk nahmen an Kampfhandlungen teil, und mehr als 150 Tausende wurden getötet . In jeder  Waffengattung gab es Ural-Einwohner.  Die Namen der Helden werden ewig im Gedächtnis der Generationen bleiben . Zwischen denen: W.A. Beloborodow, S.I. Kotschnew, N.D. Sosnowski  und Held der Sowjetunion G.P.Kunawin,  die die Heldentat von A. Matrosow wiederholten. Das sind die Absolventen der Flugschule A.Burdenjuk und A. Kalinin - Mitglieder der Flugzeugmannschaft des berühmten Fliegers N.F. Gastello und Absolventen derselben Flugschule Leutnante W.N. Samosudow, W.N. Polikarpow, W.G. Tereschtschuk und Absolvent der Orenburger Flugschule Held der Sowjetunion P.F. Nadezhdin,  die die Heldentat der Flugzeugmannschaft von Gastello wiederholt haben. 
      Arbeiter des Hinterlandes brachten in kurzer Zeit die Volkswirtschaft auf den Kriegsfuß, indem sie schnelle Instandsetzung der aus den Frontgebieten evakuierten Industriebetriebe durchführten, den Bau von neuen Betrieben der Schwerindustrie organisierten, Waffen-, Munition- und Aufrüstungsherstellung für die Armee stark erhöhten.
      Schon während der ersten Monaten des Großen Vaterländischen Krieges orientierte sich der Tscheljabinski Traktorenwerk auf Panzerherstellung um. Im Herbst 1941 nahmen die Panzer aus Tscheljabinsk an schweren Schlachten bei Moskau teil. Am Anfang des Krieges erhielt Tscheljabinsk einen neuen inoffiziellen Namen - Tankograd (Panzerstadt). Während des Krieges wurden in Tscheljabinsk 18 Tausende der Kampffahrzeuge - ein Fünftel aller im Land produzierten Kampffahrzeuge hergestellt. Die Einwohner von Tscheljabinsk produzierten für die Armee Panzer T-34, die später weltberühmt wurden.  Am Werk namens Koluschtschenko wurde die Herstellung der  berühmten Mehrfachraketenwerfer BM-13, so genannten "Katjuscha", eingerichtet.
      Aus dem Gebiet Tscheljabinsk wurden mehr als 60 Verbände verschiedener Kampfgattungen an die Front gebracht. Wir sind besonders stolz auf das freiwillige Uralski Panzerkorps. Das freiwillige Uralski Panzerkorps nahm an Befreiung von der Ukraine und Polen teil, stürmte Berlin und tritt als erstes in aufständisches Prag zur Hilfe ein.
Während des Krieges wurden im Gebiet Tscheljabinsk 5567           Maschinengewehrschützer, 3480 Maschinenpistolenschützer, 3021 Granatwerferschützer, 1894 – Gesundheitshelferinnen und         Krankenschwestern, 350 Ärztevorbereitet und an die Front geschickt.
Die Heimat hat die Heldentat der Einwohner des südlichen Ural hoch eingeschätzt:  16 Betriebe haben staatliche Auszeichnungen, 18 - Rote Fahnen des Staatlichen Verteidigungskomitees für ewige Aufbewahrung erhalten. Mehr als 10 Tausende Einwohner des südlichen Ural sind mit Orden und Medaillen ausgezeichnet, nach dem Krieg erhielten mehr als 100 Tausend Leute Medaille "Für heldenmütige Arbeit während des Großen Vaterländischen Krieges 1941-1945". 224 Einwohner des südlichen Ural sind Helden der Sowjetunion. Von ihnen wurden 77 Leute in Gebiet Tscheljabinsk geboren, andere lebten, studierten, arbeiteten vor dem Krieg oder umzogen ins Gebiet Tscheljabinsk nach dem Krieg. 130 Helden vollbrachten ihre Heldentaten in Tscheljabinski Divisionen und Brigaden.   

Wiederaufbau der Region in den Nachkriegsjahren

      Am Ende der vierziger Jahre begann im südlichen Ural der Aufbau des Staatlichen Raketenzentrums namens W.P.  Makeew. Mit dem Aufbau des Waffenplutoniumwerkes Nr.817 (chemisches Kombinat "Majak", Stadt Osersk) in1945-1948 wurde der Auftakt zur Entwicklung der Atomindustrie im südlichen Ural gegeben. In 1948 in Slatoust entstand das spezielle Konstruktionsbüro Nr. 385 für Raketentechnikherstellung. In 1952 begann der Aufbau eines Werkes für Serienproduktion von        Gefechtsmunition in der Stadt Trechgornoje; in 1954 wurde das föderale Kernforschungszentrum in der Stadt Snezhinske gegründet. 
    Tscheljabinsk ist Lieferant der Ausrüstungen, Maschinen, Arbeitskräfte für Wiederaufbau von Stalingrad, Donbass, Dneproges und anderen Regionen und Objekten der UdSSR geworden. Die Industrie entwickelte sich rapid, die Stadt wurde schnell gebaut, sein Territorium vergrößerte sich. Anfang fünfziger überwogen hier die einstöckigen Häuser der ersten Planjahrfünften. In 1947 wurde der neue Entwicklungsplan bestätigt, der vielgeschossige Bauweise des Stadtzentrums und der beiliegenden  Bezirke voraussetzte. Die Betriebe wurden aktiv automatisiert und modernisiert. Seit 1954 wurden die Maschinen mit der Marke des Werkes namens Koljuschtschenko auf den Weltmarkt gebracht und in 40 Länder der Welt geliefert. In 1956 wurde im Rohrwalzwerk der erste Bauabschnitt der größten in der Welt Rohrschweißwalzhalle in Betrieb genommen. Im Laufe einer Jahrzehnte wurden 18 neue Werkhallen und in 1958 der neue Hochofen in Betrieb genommen. Das Tscheljabinski metallurgische Werk (heute Kombinat) ist Flaggschiff der sowjetischen Metallurgie geworden.
      Ende 1950 - Anfang 1960 wurden in den Schulen und Hochschulen Reformen eingeführt, die auf Einbeziehung der Jugend in die Produktion gerichtet waren. Die Schulen der Arbeitsjugend, Ende 1960 - Anfang 1970 Arbeitsfakultäten an den Hochschulen waren allgemein verbreitet. Die Theaterkollektive entwickelten sich. Nach dem Wiederaufbau wurde Opern- und Balletthaus namens Glinka geöffnet. In Gebiet Tscheljabinsk funktionierten zum Moment 1245 Klubs und 15 Landeskundemuseen.

Gebiet Tscheljabinsk in der späten Sowjetzeit, Anfang des neuen Jahrhunderts

      Auflösung der UdSSR wirkte sich negativ auf die wirtschaftliche Situation im Gebiet aus. Wirtschaftliche Kooperations- und Integrationsverbindungen mit anderen Regionen des Landes wurden zerstört.  Von 1999 bis 2000 verringerte sich der Umfang des Eisenbahnverkehrs zweimal. In 1995 machte Produktionsrückgang in allen Branchen 52%, in der Landwirtschaft - 44%, im Bereich Kapitalanlagen - 15,4% aus. Unter Bedingungen der finanzwirtschaftlichen Krise gingen viele Unternehmen bankrott, einige wurden von ausländischen Gesellschaften gekauft. Den meisten Gewinn in den Haushalt des Gebietes brachte metallurgische Branche wie früher. Die größten Betriebe das Tscheljabinsk Rohrwalzwerk und das Magnitogorski metallurgische Kombinat entgingen der Krise auch nicht. Russlandskrise im August 1998 verschlechterte die Situation mehrfach. Im Sommer 1999 wurde ein sehr wichtiges Dokument unterzeichnet: Abkommen «Über die Prinzipien der Kooperation innerhalb des Gebietes», das neue Strategie der Unterbringung von Aufträgen und die Preispolitik bestimmte. Auf Pleiteunternehmen wurde Arbitrage- oder Konkursverwaltung eingeführt. Dekollektivierung der Landwirtschaft führte zum Entstehen der       Farmbetriebe, Aktiengesellschaften u.a. In 1998 wurde der Verband von Bauern- (Farm-)betrieben und landwirtschaftlichen Kooperativen gegründet.
      Am Anfang 2001 gab es im Gebiet 5655 Industriebetriebe, dazwischen mehr als 500 große und mittlere Unternehmen. Wie früher bestimmend für die Entwicklung der Region sind folgende Branchen: Metallurgie, Maschinenbau, Metallverarbeitung, Kraftstoff- und Energiewirtschaft, Bauwesen, Landwirtschaft.  
      Im Laufe von Januar-Oktober 2000 auf Kosten aller Finanzierungsquellen im Gebiet wurden  388,3 Tausend Quadratmeter der Gesamtfläche von Wohnhäusern in Betrieb genommen. Gebiet Tscheljabinsk nimmt den zweiten Platz in Ural nach Bauvolumen der Wohnhäuser pro 1000 Menschen. Als Hauptprinzipien der Baupolitik bis zum 2005 galten soziale Orientierung und maximale Beschaffung von nicht budgetmäßigen Mitteln in Form der privaten Investitionen und Selbstbeteiligung. In 2007 exportierte Gebiet Tscheljabinsk Getreide zum ersten Mal.
      Heutzutage wird die sozial-wirtschaftliche Politik der Region in Zusammenklang mit der Strategie der Entwicklung des Landes bis zum 2020 betrieben.

Erstellt: September 20, 2010
Aktualisiert: September 08, 2011

Weg zu dieser Seite: